Ausflugstipps in Paraguay
Paraguay hat weit mehr zu bieten als nur Asunción. Von der Hauptstadt über das geschäftige Ciudad del Este bis zur „Perle des Südens“ Encarnación gibt es ganz unterschiedliche Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Auf dieser Seite stelle ich Ihnen einige Ausflugsziele vor, die ich besonders interessant finde. Dabei geht es nicht nur um bekannte Sehenswürdigkeiten, sondern auch um Ziele, die abseits der üblichen Touristenrouten liegen. Sie möchten Paraguay zunächst als Tourist kennenlernen? Unsere Reiseberatung hilft Ihnen bei der Planung Ihres Aufenthalts.
🇵🇾 Asunción
Was kann man in Asunción unternehmen?
Asunción ist die Hauptstadt Paraguays und zugleich mit mehr als 500.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Im Ballungsraum leben ungefähr 2 Millionen Menschen, mehr als ein Viertel aller Paraguayer. Da die Stadt bereits 1537 gegründet wurde, zählt sie zu den ältesten spanischen Städten Lateinamerikas. Die Stadt liegt am linken Ufer des Rio Paraguay und verfügt über viele Parks und Grünflächen.
Für die meisten deutschen Urlauber und Einwanderer ist Asunción die erste paraguayische Stadt, die sie betreten.
Welche Sehenswürdigkeiten bietet Asunción seinen Besuchern?
Das Zentrum der Hauptstadt zeichnet sich durch einige historische Bauten aus. Dazu gehören zum Beispiel der Regierungspalast Palacio López, die Catedral Metropolitana, der ehemalige Hauptbahnhof Estación Central del Ferrocarril, die Casa de la Independencia und das Pantheon der Helden in der Calle Palma, um nur einige zu nennen. Mit etwas Glück kann man dort die Wachablösung beobachten, die mehrmals am Tag mit einer großen Zeremonie erfolgt.
Die historischen Bauten sind nicht weit voneinander entfernt und können bequem zu Fuß erreicht werden. Da die Straßen im Zentrum schachbrettartig angelegt sind, fällt die Orientierung leicht.
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🟩 Mein Tipp
Die historischen Sehenswürdigkeiten im Zentrum lassen sich gut miteinander verbinden. Wer zum ersten Mal in Asunción ist, kann dadurch einen guten Eindruck von der Geschichte und dem Charakter der Hauptstadt bekommen.
Asunción – der Supermarkt Paraguays
In der Hauptstadt laden eine ganze Reihe von Einkaufszentren nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Bummeln ein. Besonders wenn die Außentemperaturen wieder einmal die 40 °C erreichen, ist es eine Wohltat, sich in den klimatisierten Gebäudekomplexen aufzuhalten.
Zu den bekanntesten Einkaufszentren gehören unter anderem:
- Shopping Mariscal López
- Shopping del Sol
- Paseo la Galeria
Die großen Einkaufszentren und Supermärkte sind vielfach 24/7 geöffnet, auch an Feiertagen (mit Ausnahme des ersten Weihnachtstags, Neujahr und Karfreitag). Die Supermarktkette Casa Rica führt viele deutsche Produkte im Sortiment.
Wenn es um das Thema Einkaufen geht, darf der berühmte Mercado 4 nicht unerwähnt bleiben. Er setzt einen starken Kontrast zu den ultramodernen Shoppingcentern und erstreckt sich über mehrere Häuserblocks. Mit seinem Gewirr von Verkaufsständen und winzigen Läden erinnert er eher an einen orientalischen Basar. Er wird ergänzt durch zahlreiche Imbissstände und Restaurants. Auf dem Mercado 4 gibt es fast alles. Die Produkte gehören meist dem unteren Preissegment an. Entsprechend groß ist der Andrang der Kunden.
Ausflüge in und um Asunción
An schönen Tagen lädt der Zoo und Botanische Garten Asunción zu einem Besuch ein. Die Anlage nimmt eine Fläche von ungefähr 110 Hektar unweit des Stadtzentrums ein. Dort befindet sich auch ein kleines Museum. Die Anlage ist gepflegt, sicher und gut für Familien geeignet.
Ein weiteres schönes Ausflugsziel ist der Cerro Lambaré, ein 156 m hoher Hügel am Ufer des Rio Paraguay, ungefähr 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Der Hügel liegt inmitten eines Naturschutzgebiets. Eine Straße führt bis zum Gipfel, sodass man ihn mit dem Auto erreichen kann. Auf dem Gipfel steht das Denkmal des siegreichen Friedens. Von dort bietet sich ein herrlicher Rundblick über Asunción und den Rio Paraguay.
Wenn es nicht zu heiß ist, bietet sich auch die Costanera für einen Spaziergang an. Die Uferpromenade entlang des Rio Paraguay zeichnet sich durch gute Ausblicke auf die Stadt und den Fluss aus.
Darüber hinaus laden in Asunción viele Museen und Denkmäler zum Besuch ein. Bemerkenswert ist beispielsweise das Fußballmuseum in Luque, einer Satellitenstadt von Asunción. Es gibt eine Vielzahl von einheimischen und internationalen Restaurants, darunter auch einige mit deutscher Küche. Haupteinkaufsstraße ist die Calle Palma im Zentrum.
Wenn das Wetter gut ist, wird an Wochenenden und Feiertagen ein Teil der Calle Palma abgesperrt und die Restaurants stellen Tische und Stühle auf die Straße, sodass man Speisen und Getränke unter freiem Himmel genießen kann.
🌃 Asunción am Abend
Am Abend lohnt sich ein Besuch der Negroni Downtown Sky Bar in der Nähe des historischen Stadtzentrums. Die Bar befindet sich im 15. Stock eines Hochhauses und bietet einen wunderbaren Rundblick über Asunción und den Hafen. Besonders schön ist die Aussicht nach dem Einbruch der Dunkelheit.
Es gibt noch ein anderes Restaurant mit gleichem Namen: das Negroni Rooftop at Dazzler.
Wie kommt man in Asunción von A nach B?
Die Einheimischen, die kein Auto haben, nutzen zum größten Teil die zahlreichen Buslinien, die praktisch alle Stadtteile mit dem Zentrum und den Städten der Umgebung verbinden. Obwohl die Busse sehr günstig sind, eignen sie sich für Touristen und Neuankömmlinge nicht besonders gut. Es gibt keine Fahrpläne und keine ordentlich gekennzeichneten Haltestellen. Auf der gesamten Strecke können die Fahrgäste ein- und aussteigen, wo sie wollen.
Will man den Bus benutzen, muss man genau wissen, wo man aussteigen muss.
Am besten ist es, mit Uber, Bolt oder MUV zu fahren bzw. sich ein klassisches Taxi zu nehmen. Die Fahrdienste sind schnell und zuverlässig und ersparen viel Stress. Kurze Strecken kann man auch zu Fuß gehen, weil das Stadtzentrum nicht besonders groß ist.
💡 Auch interessant: Mehr praktische Informationen zum Alltag in Paraguay finden Sie auf unserer Seite Alltagsprobleme.
🇵🇾 Ciudad del Este
Was kann man in Ciudad del Este unternehmen?
Nach Asunción ist Ciudad del Este, abgekürzt auch CDE genannt, die zweitgrößte Stadt Paraguays. Sie hat ungefähr 350.000 Einwohner, im gesamten Ballungsraum leben knapp 1 Million Menschen. CDE liegt im sogenannten Dreiländereck, weil dort die Grenzen von Paraguay, Brasilien und Argentinien aneinanderstoßen. Die Stadt erstreckt sich am Ufer des Rio Paraná, des zweitgrößten Flusses Südamerikas.
Ihr gegenüber liegen die Universitätsstadt Foz do Iguaçu in Brasilien und der kleine Erholungsort Puerto Iguazú in Argentinien. CDE und Foz do Iguaçu sind durch die Brücke der Freundschaft miteinander verbunden, die gleichzeitig den Grenzübergang bildet.
Welche Sehenswürdigkeiten bietet Ciudad del Este seinen Besuchern?
Im Vergleich mit anderen Städten wie Asunción und Encarnación ist Ciudad del Este noch im Babyalter, da die Stadt erst 1957 gegründet wurde. Daher hat CDE noch keine historischen Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Stadt touristisch uninteressant ist. Im Gegenteil, dort und in ihrer Umgebung befinden sich zahlreiche lohnende Ausflugsziele.
Abgesehen von ein paar Blocks im Zentrum ist CDE eine grüne Stadt mit unzähligen Parks und Grünflächen.
Der bekannteste und größte von ihnen ist der Parque de la República im Stadtzentrum. Er besteht aus einem großen, künstlichen See, der von gepflegten Wegen und Rasenflächen gesäumt wird. Flächen am Seeufer werden für Großveranstaltungen genutzt, beispielsweise für den Weihnachtsmarkt. Am Lago de la República steht auch das große Einkaufszentrum Lago Shopping.
Shopping in Ciudad del Este
Die gesamte Innenstadt gleicht einem riesigen Basar. Nicht nur, dass die Straßen von großen Einkaufszentren wie Shopping China, Shopping Paris oder Shopping Roma gesäumt werden, auf den Straßen davor stehen Verkaufsstände dicht an dicht.
Besonders am Samstagvormittag herrscht auf den Straßen ein unglaubliches Menschengewühl. Sie drängen sich auf den Fußwegen und Straßen und durch diese Massen bahnen sich Autos und Motorräder ihren Weg.
Derartige Szenen bekommt man sonst nur in asiatischen Großstädten zu sehen. Erstaunlicherweise gibt es jedoch nur relativ wenige Unfälle. Das liegt daran, dass die Paraguayer in der Regel sehr rücksichtsvoll sind und defensiv fahren.
Ausflüge in und um Ciudad del Este
Den Mangel an historischen Sehenswürdigkeiten macht die Metropole des Ostens durch eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten wieder wett.
Saltos del Monday
Nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt lädt der Naturpark Saltos del Monday zu einem Besuch ein. Dort bildet der gleichnamige Fluss einen 45 m hohen und 120 m breiten Wasserfall.
Gäbe es nicht die Konkurrenz durch die weltberühmten Iguazu-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien, die sich nur wenige Kilometer entfernt befinden, wären die Saltos del Monday ein weithin bekanntes Ausflugsziel.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Anfahrt sehr einfach und der Eintritt günstig ist. Der Naturpark verfügt über gut ausgebaute Wege, es gibt ein Restaurant und Toiletten. Die gesamte Anlage ist sauber und gepflegt.
Hito Tres Fronteras
Ein weiteres bekanntes Ausflugsziel der Region ist der Hito Tres Fronteras in der Nachbarstadt Presidente Franco. An dieser Stelle treffen die Grenzen von Paraguay, Brasilien und Argentinien zusammen.
Auf der paraguayischen Seite befindet sich an der Stelle ein Denkmal, das von einem gepflegten Park umgeben ist. Der Aussichtspunkt liegt genau gegenüber der Mündung des Rio Iguazú in den Paraná. Die Gegend ist ruhig und erholsam. Sie bildet einen wohltuenden Kontrast zum Trubel der Innenstadt.
Itaipú Binacional
Unweit von Ciudad del Este befindet sich die Staumauer des Wasserkraftwerks Itaipu Binacional. Der Damm staut den Paraná zu einem See auf, der 170 km lang und bis zu 12 km breit ist. Seine Fläche ist größer als die des Bodensees.
Das Wasserkraftwerk gehört zu den leistungsstärksten der Welt und deckt einen großen Teil des Strombedarfs von Paraguay. Darüber hinaus wird Strom auch nach Brasilien und Argentinien geliefert.
Auf der paraguayischen Seite kann man den Staudamm besuchen. Dazu muss man sich vorher online auf der offiziellen Webseite von Itaipu Binacional anmelden. Die Tour ist kostenlos und wird durch einen Film über den Bau des Staudamms eingeleitet. Im Besucherzentrum besteigt man dann einen Tourbus, der über die Dammkrone fährt und unterwegs zum Fotografieren anhält.
🔗 Offizielle Informationen zu den Besichtigungen: Complejo Turistico Itaipu
Besucher können nicht nur den Staudamm, sondern auch weitere Einrichtungen besichtigen. Die Buchung erfolgt am besten per E-Mail: cturistico@itaipu.gov.py . Zur Besichtigung müssen Sie den Reisepass oder die Cedula mitbringen. Auf der brasilianischen Seite wird eine ähnliche Tour angeboten, bei der man sogar die Turbinenhalle besichtigen kann. Diese Tour kostet allerdings Eintritt.
Baden in Ciudad del Este
Die Großstadt verfügt über einen schönen Badestrand, der auf Guarani Ñande Renda (Unser Strand) heißt. Er liegt am Kilometer 8 im Stadtteil San Juan. Die Costanera CDE, wie der Strand auch heißt, ist kostenlos zugänglich und rund um die Uhr geöffnet.
Neben sanitären Einrichtungen, Spielplätzen und Fitnessparks gibt es dort auch Restaurants und bewachte Parkplätze. Der Strand liegt am Ufer des Acaray-Sees.
Neben den klassischen Sandstränden gibt es auch Abschnitte, die mit Bäumen bepflanzt wurden, die willkommenen Schatten spenden. Die Anlage ist sauber und gepflegt und ein privater Wachdienst sorgt für Sicherheit.
Ungefähr 20 km vom Stadtzentrum entfernt lädt der Strand Playa Tacuru Pucu zum Baden ein. Dieser Strand befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Hernandarias, am Ufer des Itaipu-Stausees inmitten eines gepflegten Ressorts.
Das Ressort ist von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings muss für das Auto eine Parkgebühr bezahlt werden. Es gibt sanitäre Einrichtungen, jedoch kaum Gastronomie, abgesehen von ein paar Imbissständen.
Wie kommt man in Ciudad del Este von A nach B?
Die Innenstadt ist mit den Vororten und Nachbarstädten durch zahlreiche Buslinien verbunden. Die Busse nehmen zwar feste Routen, es gibt aber weder Fahrpläne noch feste Haltestellen, wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Fahrgäste können an jeder Stelle der Route ein- oder aussteigen.
Das bedeutet, man sollte die Strecke genau kennen und wissen, wo man aussteigen muss. Wesentlich bequemer, wenn auch etwas teurer, fährt man mit den Fahrdienstleistern Uber, Bolt oder MUV bzw. einem klassischen Taxi.
CDE besitzt einen zentralen Busbahnhof (Terminal) in der Innenstadt und einen etwas außerhalb, direkt an der Fernstraße, die Estación Interurbana. Dort halten überwiegend die Busse im Fernverkehr, beispielsweise nach Asunción und Encarnación.
🇵🇾 Encarnación – die Perle des Südens
Was kann man in Encarnación unternehmen?
Übersetzt bedeutet der Name Encarnación Menschwerdung. Er bezieht sich auf die Ankündigung der Menschwerdung Christi und wurde durch die Jesuiten verliehen, die dort 1615 eine Reduktion gründeten.
Encarnación ist die südlichste Großstadt Paraguays und Hauptstadt der Provinz Itapúa. Sie hat ungefähr 130.000 Einwohner und liegt am rechten Ufer des Rio Paraná, der im Stadtgebiet eine Breite von 6 km erreicht. Am anderen Flussufer erstreckt sich die argentinische Großstadt Posadas.
Beide Städte sind durch eine Eisenbahn- und Straßenbrücke miteinander verbunden. Im Sommer ist Encarnación ein beliebtes Urlaubsziel der Einheimischen, da es im Stadtgebiet drei schöne Sandstrände gibt.
Wegen ihrer Eleganz und geografischen Lage trägt Encarnación den Beinamen „Perle des Südens“.
Welche Sehenswürdigkeiten bietet Encarnación seinen Besuchern?
Zu den prominentesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die ehemalige Getreidemühle San José, die sich, zusammen mit den dazugehörigen Siloanlagen, weithin sichtbar an der Costanera erhebt. Die Gebäude wurden sorgfältig restauriert und beherbergen außerdem ein Museum.
Unweit der Getreidemühle wurde vor einigen Jahren eine Nachbildung des historischen Bahnhofs von Encarnación nebst einer Dampflok gebaut. Die Rekonstruktion erinnert an die Zeit, in der Encarnación der Endpunkt der Bahnstrecke von Asunción war.
Geht man weiter die Costanera entlang, sieht man schon von weitem den Schornstein der früheren Baumwollspinnerei und Ölmühle, der als einziger Teil der Anlage erhalten blieb und rekonstruiert wurde. Gleich daneben wurde das Bürgerzentrum erbaut, das aber besser unter dem Namen Sambadrome bekannt ist.
Wie es der Name verrät, ist es der Austragungsort des Karnevals, der als der beste in ganz Paraguay gilt. Von der Terrasse des benachbarten Einkaufszentrums Costanera Shopping kann man einen herrlichen Rundblick über den Fluss und die Uferpromenade genießen.
Darüber hinaus findet man im ganzen Stadtgebiet Denkmäler, die an bekannte Persönlichkeiten der Stadtgeschichte erinnern. Die Kathedrale von Encarnación mit ihrer schneeweißen Fassade ist ebenfalls sehr eindrucksvoll, ebenso wie die internationale Brücke, die Encarnación mit Posadas verbindet.
Ausflüge in und um Encarnación
Bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt ist ein Spaziergang entlang der Costanera República del Paraguay.
Die Uferpromenade ist insgesamt mehr als 8 km lang und stellt das Aushängeschild der Stadt dar.
Das gesamte Gebiet ist sehr gepflegt. Es gibt zahlreiche Ruhebänke, Imbissstände und Strandbars. Fuß- und Radwege sind in gutem Zustand und die Gegend ist sicher, auch nachts.
Ungefähr 15 km flussabwärts lohnt sich der Besuch des kleinen Ortes Carmen del Paraná.
Dort ist der Fluss so breit, dass man das andere Ufer nicht sehen kann. Durch die weiten Strände mit ihrem goldgelben Sand entsteht der Eindruck, man wäre am Meer, irgendwo in der Karibik.
Einen guten Überblick über die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in der "Perle des Südens" bietet das Tourismusportal der Stadt Encarnación.
Abstecher nach Posadas in Argentinien
Encarnación bietet auch eine gute Gelegenheit, einen Abstecher nach Argentinien zu machen.
Vom Busbahnhof (Terminal) pendeln regelmäßig Busse nach Posadas, der Hauptstadt der argentinischen Provinz Misiones.
Von der internationalen Bahnstation Encarnación kann man mit dem Triebwagen nach Posadas fahren. Das ist aktuell die einzige in Betrieb befindliche Bahnstrecke in Paraguay.
Achtung!
Seit August 2025 erfolgen die Kontrollen am Grenzübergang nur noch auf der argentinischen Seite. Mit einem Mietwagen kann man die Grenze nicht überqueren.
💡 Wer von Encarnación aus weitere Reisen unternehmen möchte, findet in unserer Reiseberatung weitere praktische Informationen.
Die Jesuitenreduktionen bei Trinidad
Die Ruinen der ehemaligen Jesuitenreduktionen La Santísima Trinidad del Paraná und Jesús de Tavarangüe befinden sich unweit der Fernstraße Ruta 6, etwas weniger als 30 km von Encarnación entfernt. Die Sehenswürdigkeiten sind täglich geöffnet und sind gut erreichbar. Sie können Kombitickets für beide Kulturstätten kaufen oder sie auch einzeln besichtigen.
Sie liegen auf dem Gebiet der modernen Stadt Trinidad. Seit 1993 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die beiden Reduktionen wurden Anfang des 18. Jahrhunderts von Jesuiten gegründet. In den angeschlossenen Siedlungen lebten in der Blütezeit mehrere tausend Ureinwohner.
Den Jesuiten gelang es, die Indios des Volkes der Guarani dauerhaft anzusiedeln und sie zum Christentum zu bekehren.
Beide Seiten lebten friedlich und zum gegenseitigen Nutzen zusammen, bis die Jesuiten 1767 durch die spanische Krone vertrieben wurden.
Die Guarani fielen entweder Sklavenjägern zum Opfer oder zogen weg und die Gebäude begannen zu verfallen.
Heute wurden die Ruinen gesichert, sodass sie ohne Probleme besucht werden können. Vor Ort werden regelmäßige Touren auf Spanisch angeboten.
Alles ist gut erklärt und auf Schautafeln auf Spanisch werden die Hintergründe erklärt.
Der Besuch lohnt sich, wenn man sich für Geschichte interessiert. An der Fernstraße findet man ein Hinweisschild an der Zufahrt zu den Ruinen.
🟩 Mein persönlicher Geheimtipp: das Country Hotel bei Trinidad
Wer die Jesuitenreduktionen besucht und eine besondere Unterkunft in der Umgebung sucht, dem möchte ich einen persönlichen Tipp geben.
Direkt an der Ruta 6 bei Trinidad liegt das Country Hotel, ein 3-Sterne-Hotel, das von meinem Bekannten Wolfgang Schultheiß betrieben wird.
Ich kenne Wolfgang persönlich und war selbst schon bei ihm zu Besuch. Er lebt seit Jahrzehnten in Paraguay und ist mit einer Paraguayerin verheiratet.
Das Country Hotel ist dabei nicht nur eine Unterkunft. Wolfgang braut sein eigenes Bier und bietet außerdem Honig aus seiner eigenen Imkerei an.
Wer Paraguay gerne etwas abseits der üblichen touristischen Wege kennenlernen möchte, findet hier deshalb eine interessante und sehr persönliche Alternative.
Country Hotel bei Trinidad – weitere Informationen und Bewertungen:
Country Hotel auf Tripadvisor
Hinweis: Ich kenne Wolfgang persönlich und war selbst schon bei ihm zu Besuch, habe dort jedoch nicht als Hotelgast übernachtet.
Die Strände von Encarnación
Innerhalb des Stadtgebiets von Encarnación können die Badegäste an 3 Stränden ins frische Nass tauchen.
Die 3 Strände heißen:
Playa San José
Playa Mbói Ka’e
Playa San Isidro oder Pacú Cuá
Der Strand von San José ist der größte und bekannteste von ihnen. Er erstreckt sich über eine Länge von 700 m und ist nicht weit vom Stadtzentrum entfernt.
Deshalb ist er auch an Wochenenden und Feiertagen gut besucht. Am Strand und in der Umgebung gibt es zahlreiche Bars und Restaurants.
Die beiden anderen Strände sind dagegen ruhiger. Dort wird es nur selten voll, weil sie außerhalb des Stadtzentrums liegen.
Der Zugang zu allen 3 Stränden ist kostenlos. Sie werden regelmäßig gereinigt und die sanitären Einrichtungen sind in einem guten Zustand.
In der Hochsaison sind an den Stränden Rettungsschwimmer stationiert.
Die Vermietung von Strandkörben und Liegen, wie in Deutschland üblich, kennt man jedoch in Encarnación nicht.
Carmen del Paraná – Strand wie am Meer
Wenn die Stadtstrände zu voll sind, kann man auch alternativ auf der Ruta 1 den kleinen Urlaubsort Carmen del Paraná aufsuchen.
Der durch den Bau eines Wasserkraftwerks angestaute Fluss ist hier 14 km breit, sodass man das andere Ufer kaum sehen kann.
Die breiten Sandstrände erwecken den Eindruck, am Meer zu sein.
Neben bewirtschafteten Stränden gibt es auch solche, die sich selbst überlassen sind. In der Woche kann es passieren, dass man dort vollkommen allein ist.
Carmen del Paraná ist ungefähr 35 km von Encarnación entfernt, aber trotzdem auch ohne Auto gut erreichbar.
Man kann vom Terminal Encarnación aus mit einem Fernbus in Richtung Asunción fahren und in Carmen del Paraná aussteigen. Allerdings sollte man gut zu Fuß sein, da es von der Fernstraße bis zum Strand relativ weit ist.
Will man wieder zurück nach Encarnación, stellt man sich an die Ruta 1 und stoppt einfach einen Fernbus, der in Richtung Encarnación fährt. Diese Praxis ist in ganz Paraguay üblich.
🟨 Achtung!
Sonntags und an Feiertagen fahren nur wenige Fernbusse! Es kann passieren, dass man zwar vormittags nach Carmen del Paraná kommt, aber dann Probleme hat, zurückzukommen.
Karneval in Encarnación
In der Perle des Südens wird bereits seit 1916, also seit mehr als 100 Jahren, regelmäßig Karneval gefeiert.
Für diese an mehreren Wochenenden im Januar/Februar stattfindenden Feiern ist Encarnación in ganz Paraguay berühmt.
Kenner sagen, dass, was Farbenpracht und Lebensfreude angeht, der Karneval in Encarnación durchaus mit dem in Rio mithalten kann.
Früher zogen die Feiernden dabei auf Umzügen durch die Stadt. Nachdem 1994 der erste Sambadrom der Stadt eröffnet wurde, erwies sich dieser bald als zu klein.
Deshalb wurde 2012 der heutige Sambadrom in der Nähe der Costanera eingeweiht. Er ist 440 m lang und bietet Platz für 11.000 Zuschauer.
Mit diesen Abmessungen ist er nach den Sambadromen von Rio de Janeiro und São Paulo der drittgrößte der Welt.
Trotz seiner großen Kapazität ist der Sambadrom in der Regel ausgebucht, sodass es sich empfiehlt, rechtzeitig Tickets für die Veranstaltungen zu kaufen. Die Tickets erhält man auf dem offiziellen Instagram-Profil des Carnaval Encarnaceno sowie auf dem Ticketportal Tuti.
Kurz vor Beginn des Karnevals erfolgt der Verkauf auch an Kassen vor Ort.
Wie kommt man in Encarnación von A nach B?
Der öffentliche Nahverkehr wird in Encarnación durch Busse gewährleistet, die die Außenbezirke mit dem Stadtzentrum verbinden.
Bolt, Uber und MUV sind in Encarnación ebenfalls verfügbar.
Darüber hinaus ist Encarnación nicht so groß, sodass man viele Wege auch zu Fuß zurücklegen kann.
In der Stadt gibt es ein gutes Netz an Radwegen.